EU will Klimawandel stoppen – bis zu 20% weniger Treibhausgase

Donnerstag, 11. Januar 2007

Im Kampf gegen die Klimaveränderungen will die Europäische Union in Zukunft die Vorreiterrolle übernehmen. Ziel sei es, so EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso gestern in Brüssel, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Weiterhin beinhaltet das Maßnahmenpaket der Europäischen Union die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien. Wie den Plänen der EU zu entnehmen war, sei die Europäische Union sogar bereit, das Treibhausgas Kohlendioxid bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Einzige Bedingung dafür ist jedoch die Teilnahme anderer großer Industriestaaten. Die Frage der Erhaltung und der Nutzung von Atomenergie ist den Mitgliedsländern bis auf weiteres selbst überlassen.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, den weltweiten Temperaturanstieg auf maximal  zwei Grad im Vergleich zum Beginn der industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts zu begrenzen. In einem „Aktionsplan“, welcher im März auf dem Gipfel von den EU-Staats- und Regierungschefs unter der Leitung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft beschlossen werden soll, werden für Geräte, Dienstleistungen als auch für Gebäude Mindestanforderungen der Energieeffizenz vorgeschrieben.

Außerdem schlug die EU-Kommission Veränderungen für große Strom- und Gaskonzerne vor. So sollen Produktion und Netzbetrieb bei jenen Konzernen getrennt werden.

Grund für die zahlreichen Diskussionen in der Politik ist die gegenwärtig stattfindende globale Erderwärmung. Dieser unnätürliche Klimawandel wird durch menschliche Aktivitäten hervorgerufen. Mit dem Ausstoß von Treibhausgasen, wie Methan oder Kohlenstoffdioxid, droht das Klima in eine unnatürliche extreme Veränderung umzuschlagen.