Freitag, 31. August 2007
Der Streit um die Reform des EU-Vertrages (Europa-Blog berichtete) ist noch längst nicht beendet.
Nach Ansicht des deutschen EU-Parlamentariers Jo Leinen (SPE) drängen Polen und Großbritannien kurz vor einem EU-Außenministertreffen in der nächsten Woche auf weitere Änderungen des EU-Reformvertrages.
„Der Vertrag ist noch nicht in trockenen Tüchern“,
sagte Leinen zum Reformvertrag, auf den sich die EU-Staaten gerade erst unter der Präsidentschaft der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geeinigt haben.
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Verfasst von Matthias Bannert
Freitag, 31. August 2007
US-Präsident George W. Bush wird nach Angaben des Weißen Hauses im September den amtierenden EU-Ratsvorsitzenden, Portugals Regierungschef José Socrates, zu Gesprächen über die transatlantischen Beziehungen empfangen.
Bush wolle mit Socrates darüber sprechen, wie sich auf den „starken Beziehungen zur Europäischen Union unter portugiesischer Führung“ aufbauen lasse, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Bei den Beratungen solle es außerdem um die Friedensbemühungen in Krisengebieten wie Afghanistan, dem Nahen Osten und Darfur gehen. Auch Gespräche über Zusammenarbeit im Welthandel, im Kampf gegen den Terror und den Klimawandel stehen demnach auf dem Programm.
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Verfasst von Ralf Huebner-Bornemann
Donnerstag, 30. August 2007
Litauen ist der größte und am stärksten bevölkerte baltische Staat. 1990 erlangte Litauen seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Die litauische Landschaft ist abgesehen von den niedrigen Hügeln im westlichen Hochland und dem östlichen Bergland flach. Die höchste Erhebung ist der Aukštasis mit 294 Metern. Das Land ist von zahlreichen Seen und Sümpfen durchsetzt. Ein Drittel des Landes ist von Mischwald bedeckt. Ungefähr 80% der Bevölkerung sind Litauer, 11% Polen und 7% Russen.
Bereits im 13. Jahrhundert gab es ein litauisches Reich. Im 14. Jahrhundert erstreckte sich das Großlitauische Reich bis zum Schwarzen Meer. Im 16. und 17. Jahrhundert bildeten Litauen und Polen einen gemeinsamen Staat.
Ende des 18 Jahrhunderts kam Litauen durch die Dreiteilung Polens zu Russland. 1918 entstand zunächst eine Autonome Republik Litauen, die 1940 von sowjetischen Truppen besetzt und annektiert wurde.
Litauen feiert zwei nationale Ereignisse. Der 6. Juli des Jahres 1250 gilt als Gründungstag des ersten litauischen Staates, denn an diesem Tag wurde Mindaugas zum ersten (und einzigen) König Litauens gekrönt. Im 16. und 17. Jahrhundert bildeten Litauen und Polen einen gemeinsamen Staat. Ende des 18 Jahrhunderts kam Litauen durch die Teilung Polens zu Russland. Nach dem Ersten Weltkrieg erklärte Litauen am 16. Februar 1918 seine Unabhängigkeit, die 1940 von sowjetischen Truppen durch die Besetzung des Landes beendet wurde. 1990 erklärte sich Litauen erneut unabhängig.
Vilnius (600 000 Einwohner) (deutsch Wilna),die barocke litauische Hauptstadt, hat eine der größten historischen Altstädte in Europa (360 ha). Die vielen Innenhöfe und schmalen Gassen erinnern an Rom oder Florenz. Das heutige Stadtbild ist durch zahlreiche Barockkirchen und reich geschmückte Häuser geprägt.
Die Universität wurde 1579 gegründet. Sie ist in einem Gebäudekomplex im Renaissancestil mit zahllosen Innenhöfen untergebracht und bildet eine Stadt in der Stadt.
Wussten Sie, dass …
… das heutige Gebiet von Litauen bereits um 2000 vor Christus besiedelt wurde?
… sich der Landesname Litauens wahrscheinlich vom lateinischen „litus“ (= Küste) ableitet?
… Litauen im 14. Jahrhundert unter der Führung eines Großfürsten eine europäische Großmacht war, deren Herrschaft sich von der Ostsee über Weißrussland und der Ukraine bis an das Schwarze Meer erstreckte?
… beim litauischen Ukmerge (Wilkomir) der geografische Mittelpunkt Europas liegt?
… sich in Litauen die größten Bernstein-Lagerstätten im Baltikum befinden?
Litauen in Zahlen:
EU-Beitritt: 2004
Staatsform: Republik
Hauptstadt: Vilnius (deutsch Wilna)
Fläche: 65 000 km²
Bevölkerung: 3,5 Millionen
Währung: Litas
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Verfasst von Ralf Huebner-Bornemann
Mittwoch, 29. August 2007
Die Waldbrände in Griechenland haben weiter an Gewalt verloren. Nach Angaben der Feuerwehr gab es noch Brände in 25 Regionen der Halbinsel Peloponnes und auf der Insel Euböa. Gestern brannte es noch in 36 Bezirken. Die Feuerwehrleute zeigten sich am Morgen optimistisch, dass bis zum Abend alle Brände unter Kontrolle gebracht werden könnten. Seit Ausbruch der Brände vor knapp sechs Tagen sind in Griechenland 64 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 184.000 Hektar Land – eine Fläche doppelt so groß wie Berlin – wurden dabei zerstört.

Die Europäische Union befürchtet als Folge der Waldbrände in Griechenland und Italien schwere Folgeschäden durch Überschwemmungen.
„Nach Ende der Waldbrände droht den betroffenen Ländern eine neue Katastrophe: Es könnte bei Regenfällen zu Überschwemmungen kommen, weil der verbrannte Boden so trocken ist, dass das Regenwasser nicht versickern kann“, sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas der Zeitung „Die Welt“.
Unterdessen macht sich Wut breit in der Bevölkerung. Nichts hat funktioniert im griechischen Staat, obwohl alle wussten dass die Brände kommen würden, und zwar genau dort, wo sie tatsächlich ausgebrochen sind. Die Hitzewelle und die starken Winde waren im Voraus bekannt. Aber weder der Zentralstaat noch die lokalen Behörden waren vorbereitet.Und das, drei Wochen vor den Parlamentswahlen am 16.September.
Die ersten Meinungsumfragen zeigen, selbst wenn noch nicht ganz zuverlässig, dass die Konservativen ihren Vorsprung fast verloren haben. Plötzlich stehen die kleineren Parteien viel höher in der Wählergunst.
Die Brände in Griechenland haben nach ersten Schätzungen möglicherweise einen Schaden von bis zu fünf Milliarden Euro verursacht. Das berichtete die Athener Wirtschaftszeitung „Imerisía“ unter Berufung auf das griechische Finanzministerium. Zudem sollen die Flammen 4,5 Millionen Olivenbäume zerstört haben. 60.000 Schafe und Ziegen verendet.
Wir danken dem ZDF für die Verlinkung von Videos der Heute Redaktion.
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Verfasst von Ralf Huebner-Bornemann
Dienstag, 28. August 2007
Die Küsten Lettlands waren schon im 2. Jahrhundert wegen des Handels mit Bernstein bekannt. Seit dem 9. Jahrhundert siedelten Letten im Gebiet des heutigen Lettland. Sie lebten unter lokalen Fürsten, hatten aber keine einheitliche Regierung. Diese politische und militärische Schwäche zog schwedische, Kiewer und deutsche Interessen an.

Seit dem 12. Jahrhundert prägten der Deutsche Orden und die Hanse den Raum. Nach Deutschen, Polen und Schweden eroberten die Russen im 18. Jahrhundert das Land. Erst nach dem Ersten Weltkrieg entstand ein eigenständiger lettischer Staat. 1920 erhielt das Land seine Unabhängigkeit.
Im Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffpakt wurde Lettland der UDSSR zugesprochen. Nach 1945 wurden rund 100.00 Letten aus ihrem Land umgesiedelt und durch Nichtletten ersetzt.
1991 erlangte Lettland erneut seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Lettland, das im Norden an die Ostsee grenzt, verfügt über ausgedehnte Wälder, die Holz für das Baugewerbe und die Papierindustrie liefern. Der Artenreichtum in Lettland ist groß. Die Industrie konzentriert sich auf Verbrauchsgüter, Textilien und Maschinenwerkzeuge. Auch der Tourismus spielt in Lettland eine wichtige Rolle. Die Bevölkerung Lettlands setzt sich zu 59% aus Letten und zu 29% aus Russen zusammen. Über ein Drittel der Einwohner Lettlands lebt in der Hauptstadt Riga. Riga wurde 1201 gegründet und ist mit 730 000 Einwohnern die größte Stadt der drei baltischen Staaten. Die Freiheitsstatue in Riga ist mit ihren 43 Metern die höchste in Europa.
Lettland ha
t seit seiner Unabhängigkeit zwar unzählige Regierungswechsel erlebt, doch nie hat eine neue Führung an den beiden außenpolitischen Prioritäten des Landes Zweifel aufkommen lassen: Dem Beitritt zur NATO und zur EU. Knapp einen Monat vor dem EU-Beitritt wurde im April 2004 die Aufnahme in die NATO vollzogen.
Wussten Sie, dass …

… das heutige Gebiet Lettlands bereits um 2000 vor Christus besiedelt wurde?
… die lettische Hauptstadt Riga im Jahr 1201 von Bischof Albert aus Bremen gegründet worden ist?
… Lettland über 2.250 Seen hat und auch 768 Flüsse hat, die länger als 10 km sind?
… etwa 40 Prozent der Staatsfläche bewaldet ist?
… ein Weinberg im Ort Sabile in der „Lettischen Schweiz“ der am nördlichsten gelegene Weinberg der Welt ist?
… die lettische Sängerin Marie N. mit dem Song „I wonna“ im Jahr 2002 in der estnischen Hauptstadt Tallinn den Grand Prix d’Eurovision gewonnen hat?
… die Letten in einer Volksabstimmung am 20. September 2003 als letztes von den zehn neuen EU-Mitgliedsländern dem EU-Beitritt ihres Landes zustimmten? Mit 67 Prozent Ja-Stimmen.
Lettland in Zahlen:
EU-Beitritt: 2004
Staatsform: Republik
Hauptstadt: Riga
Fläche: 65 000 km²
Bevölkerung: 2,3 Millionen
Währung: Lats
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Verfasst von Ralf Huebner-Bornemann
Montag, 27. August 2007
Die Europäische Kommission geht mit dem Trend und hat den neuen Kanal „EUtube“ bei Googles Video-Portal YouTube eingerichtet.
Die Brüsseler Exekutive will EUtube dazu nutzen, um Informationen über die Arbeit der Europäischen Union an deren Bürger zu verbreiten. Das Motto des Kanals lautet passend „Sharing the Sights and Sounds of Europe“. Eine Reihe von Video-Clips, darunter auch ein Erklärstück zum Satelliten-Navigationssystem „Galileo“, wurden bereits eingestellt. „Das ist Teil unserer Strategie, die gleichen Tools zu benutzen wie das Volk“, sagt Mikolaj Dowgielewicz, Sprecher des EU-Kommissars für institutionelle Beziehungen und Kommunikationsstrategie.
Die Einrichung des Channels bei YouTube hat die EU keinen Cent gekostet. Brüssel hofft, die Besucher von EUtube durch das neue Medium auch an Inhalte heranführen zu können, die sie nicht unbedingt gesucht haben. Kommentare der Besucher sind natürlich willkommen.
Ein anderer Sprecher der Kommission sagte ferner, auch wenn die Europäische Union sich darum bemühe, zur Kommunikation mit ihren Bürgern Web-2.0-Techniken einzusetzen, plane sie vorerst keine Präsenzen bei Second Life oder MySpace.
Hier gehts zum YOU Tube Kanal >> Klick hier <<
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Verfasst von Ralf Huebner-Bornemann