Kommentar: Polen und der Reformvertrag

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Kommentar: Polen und der Reformvertrag

Von Matthias Bannert

Als der EU-Reformvertrag beim EU-Gipfel in Lissabon nach langem Hin- und Hergezerre endlich beschlossen wurde, kommentierte der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski den Erfolg mit „Polen hat alles bekommen, was es wollte.“

Da hat wohl einer etwas falsch verstanden. Bei der EU geht es gar nicht um eigene Vorteile – das ist der Sinn einer Gemeinschaft.

27 Staaten haben es bei dem EU-Gipfel in Lissabon endlich geschafft, die Reform des „bürokratischen Ungeheuers“ in Sack und Tüten zu packen – und das wurde auch höchste Eisenbahn. Nicht wenige haben am Erfolg des Gipfels gezweifelt – gerade wenn man die polnische Haltung, nein Verfehlungen, der  letzten Monate betrachtet. Die Zwillingsspitze von Polen hatte (nicht nur) am Vertrag ständig etwas auszusetzen und legte damit ein höchst anti-europäisches Verhalten an den Tag. Wir wollen mehr Einfluss, wir wollen die Todesstrafe wieder, Homo-Ehen gehören verboten…

Liebe Zwillingsbrüder, die Europäische Union ist eine Gemeinschaft. Hier geht es nicht um Vorteile einzelner Staaten, sondern um den Erfolg aller. Wer in die EU möchte, der muss sich auch mal der Mehrheit anpassen.

… Und europäische Grundrechte stehen außerhalb jeglicher Diskussion!

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3 Responses to Kommentar: Polen und der Reformvertrag

  1. […] Kommentar: Polen und der Reformvertrag (20. Oktober 2007) […]

  2. BRAVISSIMO.

    Jetzt dieses Jahrhundert Reformwerk von den Unionsbuergern in einen europaweiten Referredum ratifiziren lassen.

  3. Floroskop sagt:

    Hello!
    I think this try.

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