EU löst europaweiten Alarm aus

EU löst europaweiten Alarm nach Atom-Zwischenfall ...

Nach Problemen im Kühlsystem des slowenischen Atomkraftwerks Krsko hat die EU-Kommission europaweiten Alarm ausgelöst. Ein Entweichen von Radioaktivität in die Umwelt sei jedoch nicht festgestellt worden.

Von Ralf Hübner-Bornemann

 Im Hauptkühlsystem des Atomkraftwerks im Südwesten des Landes sei Kühlflüssigkeit ausgetreten, erklärte die EU-Kommission in Brüssel.

Es bestehe keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt, sagte auch die Sprecherin der slowenischen EU-Ratspräsidentschaft. Der Leiter der Atomaufsichtbehörde Sloweniens sagte:

«Es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt und wir erwarten auch keine».

Es sei Wasser aus dem Primärkreislauf entwichen. Das Atomkraftwerk werde derzeit in einen sicheren abgeschalteten Zustand gebracht, hiess es in der Erklärung der EU-Kommission weiter. Das Kraftwerk arbeite derzeit noch auf 22 Prozent seiner Kapazität.

Notfallsystem für EU-Staaten

Bei der EU-Zentrale sei um 17.38 Uhr ein Alarm aus Slowenien eingangen, nachdem das Entweichen des Kühlwassers in dem Atomkraftwerk bemerkt worden sei, erklärte die EU weiter.

Nach Angaben der EU-Kommission wurde das Notfallsystem zum Informationsaustausch bei radioaktiven Vorfällen zur Information aller 27-EU-Staaten eingeschaltet, dies aus Gründen der Transparenz, wie ein EU-Sprecher sagte.

Das Atomkraftwerk in Krsko wurde im vergangenen November wieder in Betrieb genommen, nachdem es einen Monat für Revisionsarbeiten vom Netz genommen worden war. Während der Arbeit wurde der Reaktor mit weiterer Dämmung versehen. 53 der 121 Brennstoffelemente wurden ausgetauscht.

Zur Erhöhung der Sicherheit wurden zudem die technischen Systeme überarbeitet. Das Atomkraftwerk, das Slowenien und dem Nachbarland Kroatien gemeinsam gehört, wurde von dem japanisch-amerikanischen Unternehmen Westinghouse gebaut und ging 1983 ans Netz.

Es produziert derzeit 20 Prozent des slowenischen und 15 Prozent des kroatischen Strombedarfs. Greenpeace Deutschland stufte eine europaweite Warnung auf Anfrage als «sehr ungewöhnlich» ein.

Am Abend dann die Entwarnung: Es bestehe keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt, sagte der EU-Sprecher Johannes Laitenberger.

Quelle: ZDF Mediathek (mit freundlicher Genehmigung)

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