Wir sind EUROPA! Letzter Teil Zypern

Dienstag, 23. Oktober 2007

Flagge ZypernIn den vergangenen drei Monaten haben wir Ihnen die EU Mitgliedstaaten vorgestellt.

In unserem letzten Teil stellen wir Ihnen die Insel Zypern vor.

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Wir sind EUROPA! Teil 19 Rumänien

Dienstag, 25. September 2007

Rumänien liegt im Südosten Europas. Der Norden des Landes ist bergig, der Süden ist hingegen durch das ausgedehnte Donautal gekennzeichnet. Kurz bevor die Donau in das Schwarze Meer mündet, bildet sie ein Delta, in dem unzählige einheimische Vögel leben und Zugvögel gerne einen Zwischenstopp einlegen.

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Die rumänische Nation stammt von dem Thrakervolk der Daker, die ihre vom Latein abgeleitete Sprache (rumänische Sprache) durch die Jahrhunderte bewahrte.
Im 14. Jahrhundert entstanden mit Fürstentümern wie Moldau, Walachei und Siebenbürgen die ersten selbständigen Staaten. Im Abwehrkampf gegen das Osmanische Reich verloren die rumänischen Fürstentümer jedoch ihre Unabhängigkeit, konnten aber ihre Autonomie bewahren. Der Niedergang des Osmanischen Reiches ermöglichte die Befreiung und die staatliche Einheit.
1859 wurden die Fürstentümer Moldau und Walachei unter dem Namen Rumänien vereint. 1878 erhielt das Königreich seine volle Souveranität. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Rumänien auf Seiten der Entente. Im Zweiten Weltkrieg kämpte das Land, nach dem dem Sturz der eigenen faschistischen Diktatur, die die Achsenmächte unterstützt hatte, ab 1944 auf Seiten der Alliierten.
1947 wurde die Volksrepublik ausgerufen, die bereits sehr früh den „rumänischen Sonderweg des Kommunismus“ einschlug. 1989 beendete eine blutige Revolution, in deren Verlauf der seit 1965 regierende Diktator Nicolae Ceausescu hingerichtet wurde, das letzte kommunistische Regime im Ostblock.

Das rumänische Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Senatmit 140 Mitgliedern und der Abgeordnetenkammer (Camera Deputaţilor), mit 345 Mitgliedern. Für beide Kammern finden die Wahlen alle vier Jahre statt.

90% der Bevölkerung sind Rumänen und 7% Ungarn. Wie viele andere Sprachen Südeuropas hat sich auch das Rumänische aus dem Lateinischen entwickelt, obwohl Rumänien von den übrigen Ländern, die eine romanische Sprache sprechen, durch slawischsprachige Länder getrennt ist. Rumänien verfügt über beträchtliche natürliche Ressourcen – Öl, Erdgas, Kohle, Eisen, Kupfer und Bauxit. Metallbearbeitung, Petrochemie und Maschinenbau sind die Hauptindustriezweige.

Zu den rumänischen Spezialitäten zählen gegrillte Fleischklößchen, Eintopf mit Schweinefleisch, Knoblauch und Zwiebeln sowie Krapfen aus saurer Sahne und Käse.

Die gruseligen Dracula-Geschichten basieren auf Erzählungen über den Grafen Vlad Dracul, der im 15. Jahrhundert in Rumänien lebte. Sein Sohn erlangte in Kriegszeiten für das Pfählen seiner Feinde traurige Berühmtheit. Der Schriftsteller Eugene Ionesco, die Turnerin Nadia Comaneci und der Komponist George Enesco sind weitere berühmte Persönlichkeiten Rumäniens.

Wussten Sie, dass …

… die Rumänen aus der Verbindung von Römern mit dem thrakischen Stamm der Daker hervorgegangen sind?
… das Land Rumänien im Jahr 1859 aus der Vereinigung der beiden Fürstentümer Moldau und Walachei entstanden ist? Im Jahr 1859 wird Alexandru Ioan Cuza zum Fürsten der Walachei und der Moldau gewählt, am 24. Dezember 1861 proklamiert er den unabhängigen Staat Rumänien.
… bis 1939 noch rund 800.000 deutschstämmige Menschen in Rumänien lebten? Durch sowjetische Zwangsumsiedlungen und Deportationen lebeten 1990 nur noch etwa 200.000 davon im Land, von denen über 100.000 Rumänien nach 1990 verließen.
… es im Jahr 1989 zu einer blutigen Erhebung gegen den rumänischen Diktatur Nicolae Ceausescu kam, bei der er (und seine Frau) auf der Flucht verhaftet und zwei Tage später hingerichtet wurde?

Rumänien in Zahlen:

  • EU-Beitritt: 2007
  • Staatsform: Republik
  • Hauptstadt: Bukarest
  • Fläche: 238 000 km²
  • Bevölkerung: 21,8 Millionen
  • Währung: Leu

  • Wir sind EUROPA! Teil 18 Portugal

    Donnerstag, 20. September 2007

    Portugal ist seit 1986 Mitglied der Europäischen Union (EU).
    Der Name des Landes lautet offiziell „Portugiesische Republik“ (portugiesisch: República Portuguesa).

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    Im 8. Jahrhundert wurde Portugal von den Mauren besetzt. Im 14. Jahrhundert wurde Portugal von der Maurenherrschaft befreit und das Land erkämpfte sich seine Unabhängigkeit von Kastilien.
    Heinrich der Seefahrer begründete im 14. Jahrhundert die portugiesische Entdeckertradition. Weltgeltung erlange Portugal im 15. und 16. Jahrhundert. Auf systematischen Erkundungsfahrten wurde unter anderem Afrika umsegelt, Brasilien entdeckt und der Seeweg nach Indien gefunden (durch den Seefahrer Vasco da Gama). Zahlreiche Gebiete wurden kolonialisiert. Portugal beutete über Jahrhunderte seine afrikanischen und asiatischen Kolonien aus.
    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt Portugal eine Verfassung als konstitutionelle Monarchie. 1910 wurde die Republik ausgerufen. 1926 leitete ein Militärputsch eine faschistische Diktatur ein, die erst 1974 durch eine Revolution (die so genannte „Nelkenrevolution“) gestürzt werden konnte. 1986 trat Portugal der EU bei. 2002 wurde der Euro in Portugal eingeführt.

    Portugal hat vier nationale Feiertage. Der 25. April („Dia da Liberdade“) ist ein nationaler Feiertag in Erinnerung an die „Nelkenrevolution“ im Jahr 1974. Mit dieser Revolution wurde durch einen friedlichen Sturz der Diktatur die Demokratisierung des Landes eingeleitet.
    Der 10. Juni („Dia de Portugal“ / Tag von Portugal) ist ein Nationalfeiertag zum Gedenken an den Todestag des berühmten Nationaldichters Luís Vaz de Camões (etwa 1524-1580, Bild rechts).
    Der 5. Oktober („Dia da República“) ist ein Nationalfeiertag in Erinnerung an die Ausrufung der Republik im Jahr 1910. Und der 1. Dezember („Dia da Restauração“) erinnert an die Befreiung von der spanischen Herrschaft im Jahr 1640.

    Der Präsident wird in allgemeinen Wahlen für fünf Jahre gewählt. Seine Befugnisse sind begrenzt. Das Parlament zählt 230 Mitglieder, deren Mandat auf vier Jahre begrenzt ist.

    Im Juni finden in ganz Portugal Festlichkeiten zu Ehren der drei als Santos drei als Santos Populares Populares bekannten Heiligen statt. (Bild)Volkstänze, insbesondere der melancholische Fado, sind immer noch sehr lebendig.

    Jede Region Portugals hat ihre eigenen traditionellen Gerichte. Es gibt verschiedene Arten Fleisch und Meeresfrüchte, insbesondere Kabeljau, der auf hundert verschiedene Arten zubereitet wird.

    Wussten Sie, dass…

    … Portugal nach dem Sieg über die Mauren im Jahr 1143 der erste europäische Nationalstaat wurde?
    … das Land nach seiner zweitgrößten Stadt Porto (lateinisch „Hafen“) benannt ist?
    … Portugals Grenzen bereits seit dem Jahr 1267 durch einen Vertrag mit Kastilien-Leon (heute Spanien) festgelegt sind?
    … Portagal im 15. Jahrhundert eine der größten Seefahrernationen der Welt wurde und Vasco da Gama 1498 als erster Indien auf dem Seeweg ereichte?
    … der portugiesische Seefahrer Alvares Cabral im Jahr 1500 Brasilien für Portugal in Besitz nahm? Brasilien wurde erst im Jahr 1822 unabhängig.
    … die letzte portugiesische Kolonie Macau Ende 1999 an die Volksrepublik China übergeben wurde?
    … etwa vier Millionen Portugiesen im Ausland leben? Etwa ein Drittel davon in Brasilien.
    … beim portugiesischen Stierkampf der Stier nicht getötet wird? In Spanien ist das anders.
    … Portugal der größte Produzent von Kork ist? Die Korkeichen, aus denen zum Beispiel die Korken für Weinflaschen hergestellt werden, werden alle neun Jahre geschält.

    Portugal in Zahlen:

  • EU-Beitritt: 1986
  • Staatsform: Republik
  • Hauptstadt: Lissabon
  • Fläche: 92 072 km²
  • Bevölkerung: 10,4 Millionen
  • Währung: Euro

  • Wir sind EUROPA! Teil 17 Polen

    Dienstag, 18. September 2007

    Polen ist am 1. Mai 2004 Mitglied Europäischen Union (EU) geworden.
    Der Name des Landes lautet offiziell „Republik Polen“ (polnisch: Rzeczpospolita Polska).

    Der Norden Polens erstreckt sich bis zur Ostsee und besteht fast gänzlich aus Flachland, während die Karpaten (einschließlich der Tatra) die südliche Grenze bilden. Die Masuren sind das größte und am stärksten besuchte Seengebiet in Polen.

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    966 wird als das Jahr der Gründung des polnischen Staates gesehen. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit gehörte Polen zu den mächtigsten Staaten Europas. Durch innere Streitigkeiten geschwächt, wurde das Land in drei Teilungen von den Nachbarstaaten Preußen, Österreich und Rußland nach und nach annektiert. Von 1795 bis 1918 gab es kein eigenständiges Polen mehr.
    Erst 1918 erlangte Polen seine Unabhängigkeit wieder. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Land große Verluste. Auch die Grenzen wurden neu festgelegt. Im Osten mußten Gebiete an die UdSSR abgegeben werden, im Westen wurde die Grenze bis zur Oder-Neiße-Linie ausgedehnt. 1952 wurde die Volksrepublik Polen gegründet.

    Polen hat zwei nationale Feiertage. Polen gab sich am 3. Mai 1791 als erster Staat auf dem europäischen Kontinent eine moderne Verfassung. Das Land wurde jedoch in drei Teilungen von den Nachbarstaaten Preußen, Österreich und Rußland nach und nach besetzt. Von 1795 bis 1918 gab es kein eigenständiges Polen mehr.
    Nach dem Ersten Weltkrieg erklärte Polen am 11. November 1918 seine Unabhängigkeit. Das Land wurde jedoch vor dem Zweiten Weltkrieg zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt und erneut besetzt. Erst in den Jahren 1989/1990 konnte Polen seine vollständige Unabhänigkeit wieder erlangen.

    Polen verfügt über große mineralische Ressourcen (unter anderem Steinsalz). Das Salzbergwerk Wieliczka umfasst ein Sanatorium, ein Theater, eine Kirche und ein Cafe! Alles, von den Treppen bis hin zu den Leuchtern, ist aus Salz geformt.

    Zu Polens traditionellen Gerichten zählen Rote-Beete-Suppe, Kohlrouladen (mit Fleisch und Reis gefüllte Kohlblätter) und Pierogi (mit Kohl und Pilzen gefüllte Knödel).paul2

    Aus Polen stammen zahlreiche berühmte Persönlichkeiten: der Astronom Kopernikus, der Komponist Chopin, die Wissenschaftlerin Maria Curie-Sklodowska, die Regisseure Roman Polanski und Krzysztof Kieslowski und der verstorbene Papst Johannes-Paul II.(Bild)
     

    Wussten Sie, dass…

    … der erste polnische Staat im 9./10. Jahrhundert unter dem Geschlecht der Piasten entstand?
    … der Name des Landes sich aus dem Wort „pole“ (= Feld, Fläche) ableitet?
    … König Kasimir III. (auch Kasimir der Große genannt, 1310-1370) die in Mittel- und Westeuropa verfolgten Juden in Polen aufnahm? Bis zu ihrer Ermordung in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten bildeten die Juden die größte Minderheit in Polen.
    … zu Polen im 16. Jahrhundert ein Gebiet gehörte, das sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer erstreckte?
    … die Könige Polens vom 16. bis zum 18. Jahrhundert häufig Ausländer waren? Zum Beispiel Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (auch „August der Starke“ genannt, 1670-1733) war unter dem Namen August II. König von Polen.
    … Polen in den Jahren zwischen 1795 und 1918 praktisch eine Nation ohne Land war? Preußen, Österreich und Russland hatten das ganze Polen in dieser Zeit unter sich aufgeteilt.
    … die Deutschen mit ihrem Überfall auf Polen am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg auslösten, der vielen Millionen Menschen das Leben kostete?
    … die Gewerkschaft Solidarnosc unter der Führung des Danziger Werftarbeiters Lech Walesa ab 1980 wesentlich zur Demokratisierung Polens beitrug? Nach den ersten freien Wahlen 1989 war Lech Walesa von 1990 bis 1995 Staatspräsident Polens. 1983 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
    … in Oberschlesien, Ermland und Masuren noch heute rund eine Million deutschstämmige Polen leben?
    … Polen zu den größten Getreideproduzenten der Welt gehört?

    Polen in Zahlen:

  • EU-Beitritt: 2004
  • Staatsform: Republik
  • Hauptstadt: Warschau
  • Fläche: 313 000 km²
  • Bevölkerung: 38,2 Millionen
  • Währung: Zloty

  • Wir sind Europa! Teil 15 Österreich

    Donnerstag, 13. September 2007

    Österreich ist seit 1995 Mitglied der Europäischen Union (EU).

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    Das Gebiet war bereits im 1. Jahrtausend von Römern, Magyaren und Bajuwaren besiedelt. Der Name Österreich wurde 996 erstmals urkundlich erwähnt: „Ostarrichi“ bedeutete „östlicher Teil des Reiches“. Aus den Grenzmarken der Karolinger und Ottonen entwickelte sich Österreich ab 1282 zum Kernland des Habsburgischen Imperiums und durch die Kaiserstadt Wien zu einem Zentrum des Deutschen Reichsverbands. Das Habsburger Reich reichte bis nach Oberitalien und Ungarn.
    Im 19. Jahrhundert verlagerte sich der politische Schwerpunkt Österreichs (ab 1804 Kaiserreich) nach Südosten. 1867 wurde eine Doppelmonarchie mit Ungarn gebildet. Die Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand gab 1914 den Anlass zum Ersten Weltkrieg.
    Die 1918 gegründete Republik gehörte 1938-1945 zum nationalsozialistischen „Großdeutschen Reich“. 1945 wurde Österreich von den siegreichen Aliierten besetzt. 1955 wurde die Zweite Republik souverän. 1960 tritt Österreich der Europäischen Freihandelszone (EFTA) bei, 1995 wird es Mitglied der EU.
    Österreich gehörte zu den 12 EU-Ländern, die am 1. Januar 2002 ihre eigene Währung durch die Gemeinschaftswährung Euro ersetzten.

    Zahlreiche internationale Organisationen haben ihren Sitz in Wien, unter anderem auch das Sekretariat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die Internationale Atomenergiebehörde und die Organisation erdölexportierender Länder.
    Das österreichische Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat und dem Bundesrat. Der Nationalrat setzt sich aus 183 direkt vom Volk für eine vierjährige Legislaturperiode gewählten Abgeordneten zusammen. Der Bundesrat, das Oberhaus, zählt 62 Mitglieder, die von den Landtagen für vier oder sechs Jahre entsandt werden.wien_2

    Im Zweiten Weltkrieg wurde Österreich 1945 von den siegreichen Allierten besetzt. Erst 1955 wurde ein Vertrag unterzeichnet, nach dem alle Besatzungsmächte Österreich zu verlassen hatten. Um seine Unabhängigkeit wieder zu erreichen, verpflichtete sich das Land in einem Verfassungsgesetz am 26. Oktober 1955 zur „immerwährenden Neutralität“. Von 1955 bis 1964 wurde der 26. Oktober als „Tag der Fahne“ gefeiert. 1965 wurde der 26. Oktober zum Nationalfeiertag erklärt, für den seit 1967 die Feiertagsruhe gilt.

    Österreich besitzt ein reiches kulturelles Erbe. Wolfgang Amadeus Mozart sucht als Komponist Seinesgleichen, aber auch Franz Schubert erfreut sich großer Beliebtheit. In der Welt der Dichter und Denker gibt Siegmund Freud immer noch Anlass zu Kontroversen während die Werke Ludwig Wittgensteins die Denkweise des 20. Jahrhunderts wesentlich mitbeinflusst hat. Im Bereich der Malerei sei Gustav Klimt genannt, dessen Gemälde Weltruhm genießen.

    Die Wirtschaft Österreichs ist sowohl industriell als auch landwirtschaftlich geprägt, aber auch der Tourismus stellt eine wichtige Einnahmequelle dar.

    Österreichs Küche bietet Spezialitäten wie Wiener Schnitzel und Apfelstrudel, die inzwischen in der ganzen Welt zubereitet werden und keiner Übersetzung in andere Sprachen mehr bedürfen.

    Wussten Sie, dass …

    … Österreich erstmals im Jahr 996 als „Ostarrichi“ erwähnt wurde als das Gebiet unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa zum selbstständigen Herzogtum erhoben wurde?
    … die Habsburger aus Österreich ab 1273 bis 1806 die Kaiser des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ stellten?
    … Kaiser Maximilian I. (1459-1519) mit seiner Heiratspolitik den Grundstein zur Entwicklung Österreichs zu einer europäischen Großmacht legte? In dieser Zeit entstand auch der berühmte lateinische Spruch „Bella gerant alii – tu felix austria nube“ (Kriege mögen andere führen – Du glückliches Österreich heirate).
    … durch die geschickte Politik der Habsburger ein Großreich entstand, in dem unter Kaiser Karl V. (1500-1558) „die Sonne nicht mehr unterging“?
    … durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgers (und seiner Frau) im serbischen Sarajevo im Jahr 1914 der Erste Weltkrieg ausgelöst wurde, an dessen Ende 1918 die Auflösung der Habsburger Monarchie stand?
    … in Wien viele bedeutende Komponisten Europas wie Beethoven, Mozart, Schubert und Brahms lebten? Die Hymne der Europäischen Union ist der letzte Satz der 9. Symphonie des Komponisten Ludwig van Beethoven.
    … im Jahr 1918 mit dem Ende der Monarchie alle Adelstitel in Österreich abgeschafft wurden?
    … sich die mit 25.000 Quadratkilometern größte Eishöhle der Welt im Salzburger Tennengebirge befindet?

    Österreich in Zahlen:

  • EU-Beitritt: 1995
  • Staatsform: Bundesrepublik
  • Hauptstadt: Wien
  • Fläche: 83 858 km²
  • Bevölkerung: 8,3 Millionen
  • Währung: Euro

  • Wir sind Europa! Teil 14 Niederlande

    Dienstag, 11. September 2007

    Die Niederlande gehören zu den Gründungsmitgliedern der 1951 gegründeten „Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl“ (EGKS), die später zur Europäischen Gemeinschaft (EG) wurde, der heutigen Europäischen Union (EU).
    Der Name des Landes lautet offiziell „Königreich der Niederlande“ (niederländisch: Koninkrijk der Nederlanden). Das Land ist eine parlamentarische Demokratie in der Form einer konstitutionellen Monarchie. Staatsoberhaupt ist eine Königin oder ein König.
    Hauptstadt der Niederlande ist Amsterdam. Der Sitz der niederländischen Regierung ist jedoch in Den Haag.

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    Der Name Niederlande ist bezeichnend: Ein Drittel des Landes liegt unter Normal Null. Zahlreiche Gebiete werden durch Deiche und Dämme vor Überflutung geschützt und es wurde viel Land gewonnen – das jüngste Beispiel ist der Flevoland-Polder.

    Das niederländische Parlament (Staten Generaal) besteht aus zwei Kammern. Die erste mit 75 direkt gewählten Mitgliedern hat nur beschränkte Befugnisse. Die zweite Kammer, oder Unterhaus, wird direkt gewählt und kontrolliert die Regierung. Die Mitglieder beider Kammern bekleiden vier Jahre lang ihr Amt. Da die politische Parteienlandschaft in den Niederlanden recht ausgewogen ist, sind alle Regierungen Koalitionen.

    Die wichtigsten Industriezweige sind die Nahrungsmittelindustrie, die chemische Industrie, Erdölraffinerie, elektrische und elektronische Maschinen. Die Landwirtschaft ist dynamisch und der Hafen von Rotterdam ist einer der belebtesten in Europa, de rein riesiges Hinterland bedient, das sich bis nach Deutschland und Mitteleuropa erstreckt.

    Die heutigen Niederlande gehörten ehemals zum Fränkischen Reich Karls des Großen. 843 kamen sie zu Lothringen, im 15. Jahrhundert zu Burgund und Habsburg und 1555 schließlich an Spanien.
    Die ehemaligen Südprovinzen (das heutige Belgien) wurden 1831 vom Königreich der Niederlande getrennt. 1648 erkämpfte das Land nach 80-jährigem Freiheitskrieg die Unabhängigkeit. Im 17. Jahrhundert stiegen die Niederländer zur führenden Seemacht auf und schufen sich ein Kolonialreich. Um 1600 erreichte eine Flottenexpedition niederländischer Kaufleute Java. Es war die erste einer langen Reihe von Entdeckungsreisen, in deren Verlauf zahlreiche Handelsstützpunkte in Afrika, Südostasien und Amerika gegründet oder erworben wurden. 1602 statteten die Generalstaaten die niederländische Ostindischen Kompanie mit einem Handelsmonopol für alles Gebiet östlich des Kaps der Guten Hoffnung in Afrika und westlich der Magellanstraße in Südamerika aus. Zugleich wurde die Kompanie mit einer Reihe von souveränen Rechten ausgestattet. Die 1621 als Ergänzung gegründete Holländisch-Westindische Kompanie erhielt das Monopol für ganz Amerika und Afrika und den Atlantik dazwischen. Sie gründete Kolonien auf den Karibischen Inseln (zum Beispiel die Niederländischen Antillen), in Nordamerika (Neu-Niederlande, heute New York) und Südamerika (Niederländisch-Guayana, heute Surinam) und brachte für kurze Zeit das portugiesische Brasilien in ihre Hand.
    Der Niedergang der Republik der Vereinigten Niederlande setzte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein. Nach der Abtrennung Belgiens 1830 erhielten die Niederlande 1848 eine Verfassung. Im ersten Weltkrieg blieb das Land neutral, ebenso im Zweiten Weltkrieg. Dennoch wurde das Land von den Deutschen Truppen besetzt. Unabhängigkeitsbestrebungen der Kolonien und außenpolitische Öffnungen bestimmten die Nachkriegszeit.

    Wussten Sie, dass…

    … die Bezeichnung „Holland“ oft für die Niederlande benutzt wird, aber eigentlich nur ein Name für zwei Küstenprovinzen der Niederlande ist?
    … mit dem Auftstand der Geusen (aus dem französischen Wort „geux“ = Bettler) unter der Führung von Wilhelm von Nassau-Oranien im Jahr 1568 der 80 Jahre dauernde spanisch-niederländische Krieg begann?
    … unter der Führung von Moritz von Oranien im Jahr 1588 die Republik der Vereinigten Niederlande gebildet wurde?
    … von holländischen Seefahrern im Jahr 1626 in der neuen Welt die Stadt Neu-Amsterdam (das heutige New York in den USA) gegründet wurde?
    … ohne die Eindeichung mit den insgesamt rund 3.000 km langen Deichen die Hälfte des Landes unter Wasser stehen würde? Dadurch erklärt sich auch der Landesname „Niederlande“.
    … die meisten landwirtschaftlichen Produkte in Europa aus den Niederlanden kommen?
    … es in den Niederlanden gut 900 alte Windmühlen gibt?
    … die Hauptstadt Amsterdam auf Pfählen erbaut wurde, da es erst in etwa 10 Meter Tiefe festen Grund gibt?

    Niederlande in Zahlen:
  • EU-Beitritt: Gründungsmitglied
  • Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
  • Hauptstadt: Amsterdam
  • Fläche: 41 864 km²
  • Bevölkerung: 16,2 Millionen
  • Währung: Euro

  • Wir sind Europa! Teil 13 Malta

    Donnerstag, 6. September 2007

    Malta besteht aus einer Inselgruppe im Mittelmeer. Nur die drei größten Inseln Malta, Gozo und Comino sind bewohnt. Die Landschaft ist von Felsen und Klippen an der Küste geprägt.

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    Zwischen 4000 und 2500 vor Christus gab es auf Malta eine hochentwickelte Megalithkultur.
    Die strategisch günstige Lage zwischen Europa und Afrika weckte schon früh das Interesse der benachbarten Seekräfte. Nacheinander bestimmten Phönizier, Karthager, Römer, Araber, Normannen, Spanier, Franzosen und Engländer das Geschick der Insel. Kurz nach der Zeitenwende soll der Apostel Paulus die Insel christianisiert haben.
    Im Jahr 1530 zog der Ritterorden der Johanniter nach Malta, der die Insel zum „Schild Europas“ gegen die Türken ausbaute und 1565 erfolgreich gegen diese verteidigte. Seit 1964 ist Malta unabhängig.

    An der Spitze der maltesischen Regierung steht der Führer derjenigen Partei, die die Mehrheit der Sitze in dem aus einer Kammer bestehenden Repräsentantenhaus, dem Kamra tar-Rappreżentanti, hat.

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    Wussten Sie, dass …

    … die Insel Malta bereits vor etwa 5000 Jahren besiedelt wurde?
    … die maltesische Sprache sich aus dem Arabischen herleitet, das auf Malta während der arabischen Besetzung 200 Jahre lang gesprochen wurde?
    … Kaiser Karl V. die Insel Malta im Jahr 1530 dem Johanniterorden schenkte, der sich dann in Malteserorden umbenannte?
    … die Engländer Malta 1814 zur britischen Kronkolonie machten und dort 150 Jahre lang einen Marinestützpunkt unterhielten?
    … die britische Besetzung auch dazu führte, dass Englisch heute die zweite Amtssprache Maltas ist und dort der Linksverkehr gilt?
    … Malta das dichteste Straßennetz Europas hat?
    … der Tourismus heute die wichtigste Einnahmequelle Maltas ist?
     

    Malta in Zahlen:

  • EU-Beitritt: 2004
  • Staatsform: Republik
  • Hauptstadt: Valletta
  • Fläche: 316 km²
  • Bevölkerung: 0,4 Millionen
  • Währung: Maltesische Lira